hero image

MU12 vom Schweriner SC erkämpft sich Bronze

OHV-Pokal 2026

18. October 2026

Ein Wochenende voller Spannung, Emotionen und einer bemerkenswerten Entwicklung: Die MU12 des Schweriner SC hat beim OHV-Pokal in Leipzig den 3. Platz erreicht und damit einen großen Erfolg für den Schweriner Nachwuchs und den Hockeysport in Mecklenburg-Vorpommern gefeiert.

Verhaltener Start mit starker Entwicklung

Das Turnier begann dabei für die Schweriner, die sich selbst liebevoll „Nicehörnchen“ nennen, zunächst noch etwas zurückhaltend. Gegen die Potsdamer SU musste die Mannschaft erst einmal ins Turnier finden. Dennoch gelang den Jungs ein knapper 1:0-Erfolg. 
Auch in der Begegnung mit dem SSC Jena agierte der SSC phasenweise noch etwas zu verkopft. Doch von Spiel zu Spiel wurde deutlicher, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. So bezwangen sie Jena schließlich mit einem 3:0-Sieg.
Im dritten Spiel des Tages gegen den Osternienburger HC zeigten die Schweriner erstmals über die gesamte Partie, was sie spielerisch und als Team leisten können. Mit zunehmendem Selbstvertrauen wurde das Spiel mutiger, strukturierter und zielstrebiger, dass am Ende auf der Anzeigetafel ein 6:0 zugunsten der SSC-Jungs stand.

Zwei harte Brocken zum Abschluss der Gruppenphase

In den beiden abschließenden Spielen des Tages und gleichzeitig der Gruppenphase warteten auf die Schweriner zwei starke Gegner.
Für einen der emotionalen Höhepunkte des Wochenendes sorgte dabei die Partie gegen Gastgeber ATV Leipzig. Erstmals an diesem Turniertag musste Schwerin einen Gegentreffer hinnehmen. Doch die Mannschaft ließ sich davon nicht beeindrucken, kämpfte sich zurück und erzielte den Ausgleich.
In der Schlussphase drängten die Schweriner weiter auf die Entscheidung. Eine Strafecke in der letzten Spielminute sollte schließlich für große Emotionen sorgen. Nach mehreren Frühstarts der Leipziger Verteidigung standen nur noch zwei Herausläufer und der Torwart auf der Linie. Die reguläre Spielzeit war inzwischen abgelaufen – diese eine Ecke blieb als letzte Möglichkeit.
Die Herausgabe kam präzise und der anschließende Schuss wurde per Stecher ins Tor abgefälscht. Dies bedeutete einen Endstand von 2:1 für den SSC.

Zum Abschluss der Vorrunde traf Schwerin auf die SG Rotation Prenzlauer Berg. Beide Mannschaften erspielten sich ihre Möglichkeiten und begegneten sich über weite Strecken auf Augenhöhe. Rotation nutzte seine Chancen jedoch konsequenter und fügte den Schwerinern mit 3:0 die erste Niederlage in dem Turnier hinzu.
Für Schwerin war die Niederlage kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen, denn der Einzug ins Halbfinale war geschafft.

Halbfinale mit maximaler Spannung

Am zweiten Turniertag kam es im Halbfinale erneut zum Duell mit dem ATV Leipzig. Und wieder entwickelte sich eine enge Partie. Die Schweriner investierten viel, kämpften um jeden Ball und hielten über zweimal zwölf Minuten dagegen. Nur ein Treffer wollte nicht fallen.
Nach dem 0:0 musste ein Shootout über den Einzug ins Finale entscheiden.
Fünf Schützen auf jeder Seite traten an – und lediglich ein einziger Versuch fand den Weg über die Torlinie. Dieser Treffer gelang dem ATV Leipzig, der damit denkbar knapp ins Finale einzog.
Die Enttäuschung bei den Schweriner Spielern war zunächst groß. Doch die Mannschaft schaffte es gemeinsam mit dem Trainerteam, den Fokus schnell wieder nach vorne zu richten.

Vom zurückhaltenden Auftakt zur Bronzemedaille

Im Spiel um Platz 3 schloss sich schließlich der Kreis. Erneut hieß der Gegner Potsdamer SU – jene Mannschaft, gegen die Schwerin am Vortag noch so zurückhaltend in das Turnier gestartet war. Nun stand jedoch eine sichtbar andere Schweriner Mannschaft auf dem Platz. Die Entwicklung innerhalb dieses einen Wochenendes war deutlich zu erkennen. Die Jungs agierten selbstbewusst, spielten miteinander, übernahmen Verantwortung und bestimmten die Partie. Mit drei Treffern belohnten sie sich für ihre Leistung und entschieden das kleine Finale mit 3:0 für sich.

Der Erfolg zeigt die Entwicklung, die ein Teil dieser Mannschaft in den vergangenen Jahren genommen hat. Für einige Spieler war es bereits die dritte Teilnahme am OHV-Pokal. Bei ihrer ersten Teilnahme teilten sie sich noch Platz 5 mit der Potsdamer SU. Im vergangenen Jahr unterlagen sie im Spiel um Platz 5 noch deutlich im Penaltyschießen. Nun gelang erstmals der Sprung auf das Podium.
Dabei war es nicht allein die Platzierung, die an diesem Wochenende beeindruckte. Die Schweriner zeigten, dass sie Rückschläge wegstecken, enge Spiele annehmen und sich innerhalb eines Turniers weiterentwickeln können. Aus einem zunächst etwas schüchternen Turnierstart wurde eine Mannschaft, die am Ende selbstbewusst um die Medaillen spielte.

Ein besonderer Dank gilt dem ATV Leipzig für die hervorragende Ausrichtung des OHV-Pokals. Die sehr gute Organisation und die herzliche, familiäre Atmosphäre machten das Turnier für Spieler, Trainer, Eltern und mitgereiste Fans zu einem besonderen Hockeywochenende.

Für die Schweriner MU12 geht es mit einer Bronzemedaille, vielen Erfahrungen und vor allem der Gewissheit zurück nach Mecklenburg-Vorpommern, dass sich die kontinuierliche Arbeit der vergangenen Jahre auszahlt.

Der Hockey-Verband Mecklenburg-Vorpommern gratuliert der Mannschaft, dem Trainerteam und allen Beteiligten herzlich zu diesem tollen Erfolg! 
Mit ihrem engagierten, fairen und leidenschaftlichen Auftreten haben die Jungs den Hockeysport aus Mecklenburg-Vorpommern hervorragend vertreten und zugleich über die Landesgrenzen hinaus Werbung für unseren Sport gemacht.

Hier geht es zur Sonderseite des OHV-Pokals der MU12: OHV Pokal MU12

Mehr zum Thema